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Freilichtmuseum Kommern

"Nach der Ernte 2019"

Tiere, Menschen, Sonnenschein und Eindrücke die uns prägen werden. Das ist was wir von diesem großartigen Wochenende mitnehmen.

 

Das Freilichtmuseum Kommern, mit seiner jährlichen Veranstaltung „Nach der Ernte“, bot eine grandiose Kulisse für unseren ersten Auftritt mit Gespann und Familie.

 

Hier, wo vor bald 3 Jahrzehnten der Grundstein für meine ganz persönliche Faszination für alte Landwirtschafts- und Handwerkstechniken gelegt wurde. Hier, wo wir schon selbst als Enkelkinder staunend unterwegs waren. Hier, wo wir zum ersten Mal auf das Rätische Grauvieh trafen und die Idee geboren wurde, nach dem Beispiel toller Tiere und Menschen dieses Konzept für uns zu übernehmen. Jetzt auch als Teil des großen Ganzen dabei sein zu können, bedeutet für uns einen Meilenstein in der Lebensgeschichte.

 

Bei herrlichstem Sonnenschein klappte alles ganz hervorragend. Mit dabei diesmal unsere Färse Betty (22 Monate) und unsere Absetzerin Bunty (7 Monate). Herausgeputzt mit Kostümen nach Schnittmustern aus den frühen 50er Jahren, mein Mann Volker, unsere Tochter Ronja und ich. Die tapfere Heidi, unseren Appenzeller-Mix, nicht zu vergessen.

Samstagmorgen dann der große Moment. Das erste Anspannen. Gefahren sind wir mit dem Drei-Polster-Kumt, einspännig an der Deichsel, vor unserer kleinen leichten Auslieferkutsche. Bunty angebunden hinterher. Ronja und Heidi oben auf dem Wagen. Volker an der Bremser neben dem Wagen.

 

Trotz aller Nervosität auf allen Seiten, ob Tier oder Mensch, funktionierte alles Reibungslos. Betty bewies ihre Aufgeschlossenheit und Nervenstärke ein mal mehr. Ihre Bereitschaft sich auf uns und Ihre Umwelt mit Neugierde und Ruhe einzulassen macht den Umgang und die Arbeit mit ihnen zur puren Freude.

Weniger war in unserem Falle mehr und so beschränkten wir uns mit den Fahrten erst mal auf die Umzüge und die Gespannvorführungen. Wir bauten uns mitsamt Wagen an einem schattigen Plätzchen auf und gaben den Tieren Zeit sich bei Heu und Wasser ausgespannt neben dem Wagen etwas zu erholen. Das bot auch all den Interessierten Gelegenheit uns ansprechen zu können. Was zu unserer Freude auch rege in Anspruch genommen wurde. Bunty, unsere Absetzerin, erwies sich als wahrer Menschenmagnet mit ihrem hübschen Gesicht und ihrer handlichen Größe. So verlor auch das scheuste Kind seine Angst und traute sich dann doch unsere Maus zu streicheln

Betty gab ihr bestes, aber spätestens Sonntag war bei allen die Luft ein wenig raus und aus Rücksicht auf das Tier stellten wir uns dann bei der letzten Vorführung im Ring auch ohne Wagen, die Tiere nur am Strick geführt, vor.

 

Mit stolz geschwellter Brust, müden Beinen und tausend Eindrücken beendeten wir dann Sonntag Abend unser Wochenende auf dem Tag „Nach der Ernte“ in Kommern.

 

Und so wie wir von vielen alten und neuen Gesichter verabschiedet wurden, wollen wir es auch halten und sagen: „Bis nächstes Jahr!“

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