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WanderLarp 2020

ein Vergnügen für Freunde und Familie

Was für ein Wochenende… Völlig fix und fertig, aber unglaublich beseelt und zufrieden, sitzen wir vor dem Hof und lassen all die Eindrücke und Herausforderungen nochmal Revue passieren.

 

Mehr als sechs Monate Vorbereitung. Das Bauen des Zeltaufbaus für den Wagen, eingewöhnen von Bella vor dem Wagen erst mit, dann ohne Zelt. Auskundschaften der Wege und die Suche nach Lagerplätzen für Mensch und Tier. Was nehmen wir mit, was wird zu schwer auf dem Wagen und wie zum Teufel haben das die Siedler zu alten Zeiten bloß angestellt? Wieviel Authentizität braucht so ein Event damit auch alle Ihren Spaß daran haben? Die Mischung war am Ende gut, wenn auch nicht Museumsreif.

 

Freitag stand unter dem Zeichen absoluter Sonne und intensiver Hitze. Pünktlich stand der ganze Treck bereit, im Schatten, und beobachtet skeptisch den Horizont.

Aber alles klappte ganz wunderbar und Bella zog den Wagen ohne Probleme mit einer Motivation, die uns staunen ließ. Auch wenn wir erst wenige hundert Meter geschafft hatten, machten wir doch eine Pause am Waldrand, gerade für Kinder und Kuh eine Erleichterung.

Männer, Frauen, Kinder, Kuh und Hund… alles schwitzte vor sich hin. Der Wagen ist gepackt, die Lagerplätze vorbereitet, nichts kann uns aufhalten. Ganz im Geiste all derer, die sich vor uns den Strapazen einer solchen Reise, gewollt oder gemusst stellten, konnten und wollten wir die Sache nicht abblasen. Mit nassen Tüchern um die Köpfe, alle versorgt mit reichlich Wasser machten wir uns auf den Weg. Gleich die erste Wegstrecke bot reichlich Anstrengungen. Unser Reisewagen brauchte, auch um Bella unsere Zugkuh zu entlasten, einige tatkräftige Unterstützung um die erste Steigung zu erklimmen.

Langsam spielte sich das Ganze ein. Der restliche Weg gestaltete sich wirklich sehr schön. Strahlender Sonnenschein, jede Menge Proviant und zum Glück eine Strecke durch den etwas schattigeren Wald.

Trinkpausen haben wir viele gemacht. Bella freute sich auch über einen Schluck.

Bei den alten Wagen können die Tiere nur minimal mit dem Halsriemen aufhalten, das heißt bremsen. Damit der Wagen bei starkem Gefälle nicht auf die Kuh auffährt, haben wir per Strick mitgeholfen.

Selten hatten wir so geschwitzt, waren derart ausgelaugt und trotzdem waren wir stolz wie Bolle unsere Tagesetappe gemeistert zu haben. Zelt und Platzaufbau waren dann dank der vorhandenen Quelle und Literweise Wasser auch gut zu leisten. Auch wenn die Nerven etwas Blank lagen und das heiße Wetter erste Opfer fand, die vorrübergehend eine Erholungspause einlegen mußten.

Die letzten Meter nach 3 Stunden Wanderung gingen dann nochmal bergauf. Noch einmal ein Kraftakt und wir hatten das Nachtlager erreicht. Es war großartig, die bewältigte Strecke, das erreichte Ziel und das alles unter diesen Bedingungen.

Kaum das wir am zweiten heimatnahen Lagerplatz alles erneut aufbauten verzog sich der Regen. Mit schönen Plätzen im Schatten, netten Leuten und reichlich Grillfleisch ließen wir den Tag ausklingen, mit der festen Überzeugung, dass dies nicht unsere letzte und längste Tour gewesen sein wird.

Die Nacht war stimmungsvoll, ein herrlicher Sonnenuntergang mit Kuh, leckeren Würstchen vom Grill und abschüssigem Schlafen auf der Obstwiese. Der Morgen danach begann mit Regen, kühler Luft und etwas Hektik beim verräumen der Zelte und Schlafsäcke. Aber schnell standen wir bereit zur nächsten Etappe. Bella spürte die Richtung zum heimatlichen Hof, gab ein zügiges Tempo vor und trotz dem Wetter und der Müdigkeit aller, rannten wir mit. Regen und Wetter brachten auch das Schuhwerk an seine Grenzen so dass einige Mitreisende mit lustig bunt verfärbten Füßen am Zeltplatz ankamen.

Auch der Abbau am nächsten Morgen ging unglaublich schnell und noch lange haben wir daheim am Hof gesessen und bereits das nächste Projekt ausgeheckt, aber dazu an anderer Stelle mehr.

 

Wir möchten uns herzlich bei allen Beteiligten, Besuchern und Helfern bedanken.

Wir werden dieses eine „Erste Mal“ niemals vergessen!

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